Ärzte Zeitung online, 04.01.2010

Sportlerin opfert falschen Busen für Heimatland

SYDNEY (dpa). Eine Spitzensportlerin hat ihren falschen Busen für ihr Land geopfert: Die Australierin Jana Rawlinson (27) ließ sich die Brustimplantate wieder herausnehmen, um bessere Chancen bei den Olympischen Spielen 2012 in London zu haben.

"Bei jedem Rennen bekam ich Panik und fragte mich, ob ich mein Land im Stich lasse - und alles nur wegen meiner Eitelkeit", sagte die zweimalige Weltmeisterin der am Montag erschienenen Ausgabe der Zeitschrift "Woman's Day". Rawlinson war 2003 und 2007 Weltmeisterin über 400 Meter Hürden.

Rawlinson hatte sich den Busen erst vor 14 Monaten vergrößern lassen. "Ich will auf der Rennbahn in London so fit sein wie nur möglich", sagte nun die Mutter eines dreijährigen Sohnes. Es gebe schließlich keine Medaillen für Schönheit. "Ich kann mir den Busen ja wieder vergrößern lassen, wenn ich meine Karriere beendet habe", meinte sie.

Ihre Teamkollegin Melinda Gainsford-Taylor verstand die Entscheidung nicht. Ein großer Busen könne vor allem hilfreich sein, wenn die Siegerin bei einer knappen Entscheidung durch Zielfoto ermittelt wird, meinte sie.

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