Ärzte Zeitung online, 05.01.2010

Erdrutsche in Brasilien: Zahl der Toten steigt

RIO DE JANEIRO (dpa). Nach den beiden verheerenden Erdrutschen in einem brasilianischen Feriengebiet ist die Zahl der Toten auf 50 gestiegen. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden bis Montag auf der Insel Ilha Grande 29 Leichen und in der gegenüberliegenden Stadt Angra dos Reis 21 Tote aus den Trümmern geborgen.

Noch immer werden mehrere Menschen in dem Ort an der südlichen Atlantikküste vermisst. Insgesamt starben in den südöstlichen Bundesstaaten Rio de Janeiro, São Paulo und Minas Gerais nach heftigen Regenfällen und Erdrutschen seit voriger Woche mehr als 80 Menschen.

Auf der idyllischen Urlaubsinsel Ilha Grande war am Neujahrstag nach tagelangen Regenfällen ein völlig aufgeweichter Hang abgerutscht. Die Geröll- und Schlammlawine riss Teile eines kleinen Luxus-Resorts, Ferienhäuser und Palmen mit sich. Der Erdrutsch überraschte die Silvestergäste im Schlaf.

Die meisten Urlauber verließen die Insel inzwischen auf Geheiß der Behörden. Auf dem Festland sollen 200 Häuser in erdrutschgefährdeten Gebieten abgerissen werden. Die Überschwemmungen richteten auch im Bundesstaat São Paulo schwere Schäden an. In São Luiz do Paraitinga zerstörten die Wasserfluten Häuser und rissen zahlreiche Autos mit.

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