Ärzte Zeitung online, 12.01.2010

Neue Reissorte hält Kälte besser aus

MANILA (dpa). Forscher auf den Philippinen haben eine kälteresistent Reissorte gezüchtet. Die Variante werde bereits in Südkorea und Bangladesch getestet, berichtete das Internationale Reisinstitut (IRRI) am Dienstag in Los Baños südöstlich von Manila. Die Reisforscher hatten Gene identifiziert, die für Kältetoleranz verantwortlich sind.

Ungewöhnliche Kälteeinbrüche wie im indischen Staat Orissa im Dezember oder in Vietnam im Februar 2008 können die Ernte drastisch reduzieren. Auch Südkorea und China erleben immer wieder Ernteausfälle durch unerwartete Kälteperioden. Wenn die Temperatur zu lange zu niedrig ist, produzieren die Pflanzen im schlimmsten Fall keine fruchtbaren Pollen und deshalb keine Körner mehr, berichtete der IRRI-Pflanzenexperte Kshirod Kumar Jena.

Sein Team hat nach der Identifizierung der Genabschnitte, die Kältetoleranz bestimmen, durch Kreuzungen verschiedener Sorten eine neue Variante geschaffen, die ähnliche Kälteeinbrüche schadlos überstehen sollte. Neue Sorten werden vor der offiziellen Zulassung im Feld gründlich getestet.

Reis ist Hauptnahrungsmittel für hunderte Millionen Menschen in Asien. Die Ertragssteigerungen halten seit Jahren nicht mehr mit dem Bevölkerungswachstum mit. Kälteresistente Sorten könnten auch in Regionen angebaut werden, die sich zurzeit nicht für die eigentlich tropische Pflanze eignen.

Weitere Infos auf der Internetseite "Grappling with cold"

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »