Samstag, 11. Februar 2012
Ärzte Zeitung online, 13.01.2010

Kandidat verlässt "Big Brother" wegen HIV-infizierten Mitbewohnern

HAMBURG (dpa). Ein Kandidat der RTL-II-Show "Big Brother" hat die Show bereits am ersten Tag verlassen, weil auch ein schwules, HIV-infiziertes Paar zur TV-Wohngemeinschaft zählt. Das teilte der Münchner Privatsender RTL II mit, der jeden Tag über die Ereignisse im kameraüberwachten Container berichtet.

Der 41-jährige Horst begründete laut RTL-II-Mitteilung vom Mittwoch seine Entscheidung damit, dass er sich nicht mit ernsthaften Themen befassen wolle und die Schwere der Erkrankung der beiden für ihn nicht hierher passe. Es habe nichts mit ihnen persönlich zu tun, er könne aber gewisse Themen nicht ignorieren.

Das homosexuelle Paar Carlos und Harald war am Montagabend mit den anderen zehn Kandidaten in das Kölner Haus eingezogen und informierte die anderen Mitbewohner bald über seine Erkrankung. "HIV-Positive werden in unserer Gesellschaft immer noch stigmatisiert und diskriminiert", kritisierte Jörg Litwinschuh, Pressesprecher der Deutschen Aids-Hilfe, die Auszug-Entscheidung des Mitkandidaten: "Carlos und Harald zeigen eindrucksvoll, dass man mit HIV selbstbestimmt leben kann und alle sozialen Alltagskontakte möglich sind."

Die Show "Big Brother", mittlerweile in der zehnten Staffel angekommen, erstreckt sich über 148 Tage - wer von den Zuschauern zum Sieger erkoren wird, erhält ein Preisgeld von 250 000 Euro.

| Share
[13.01.2010, 12:54:01]
Dr. Roland Sautter 
Irrationale Restangst
Wenn ich gegenüber bedrohlichen Infekten eine eine evtl.übervorsichtige Haltung einnehme,ist dies nicht unbedingt eine Diskriminierung und Stigmatisierung auf rationaler Basis.Ganz normale Angst erzeugt ebenfalls ein solches Verhalten.Und das Rationale hat genug Lücken bei komplexen Kausalzusammenhängen.Gleich Diskriminierung zu unterstellen,halte ich zumindest für phantasielos. zum Beitrag »

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »