Ärzte Zeitung online, 14.01.2010

"Ärzte ohne Grenzen" in Haiti schon vor Ort

BERLIN (dpa). Die Hilfsorganisation "Ärzte ohne Grenzen" behandelt bereits Hunderte von Erdbebenopfern in Haitis Hauptstadt Port-au-Prince.

Das dortige Gesundheitszentrum der Organisation sei jedoch bei dem Beben zerstört worden, sodass die Mitarbeiter die Patienten und Verletzten in Notzelten versorgen müssen, berichtete Claudia Evers von "Ärzte ohne Grenzen" am Donnerstag in Berlin. "Zum Glück sind aber alle unsere 31 deutschen Mitarbeiter vor Ort wohlauf", sagte Evers.

Am Donnerstag sei die erste deutsche Ärztin zusammen mit 18 europäischen Kollegen in Richtung Port-au-Prince abgeflogen, um das Team vor Ort zu unterstützen. "Wir planen, in den nächsten Tagen 70 weitere Ärzte, Krankenschwestern und Logistiker aus aller Welt nach Haiti zu schicken", so Evers. Auch ein mobiles Krankenhaus mit zwei Operationssälen und Platz für 100 Betten soll in Kürze aus Paris nach Port-au-Prince geflogen werden.

Da die Organisation bereits seit Jahren Hilfsprojekte in Haiti unterhält, seien die Kontakte dort gut. "Die Leute campieren bereits vor unseren Büros und fragen direkt dort nach Hilfe", sagte Evers. Einer der Koordinatoren der Organisation, Hans von Dillen, berichtete von chaotischen Situationen vor Ort: "Es gibt hunderttausende Menschen, die in den Straßen schlafen, weil sie obdachlos sind." "Ärzte ohne Grenzen" ist zudem besorgt um die Sicherheit seiner 800 Mitarbeiter aus Haiti. "Wegen der schlechten Kommunikationslage konnten wir noch nicht mit allen Kontakt aufnehmen", sagte Evers.

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