Ärzte Zeitung online, 15.01.2010

Vermeintliche Luxemburg-Leiche wird bestattet

BERLIN (dpa). Die rätselhafte Leiche, die nach Ansicht eines Berliner Gerichtsmediziners die der ermordeten Kommunistenführerin Rosa Luxemburg ist, ist bestattet worden. Die Leiche sei am Donnerstag auf dem Neuen St.-Michael-Friedhof in Tempelhof anonym beerdigt worden, sagte die Sprecherin der Berliner Senatsumweltverwaltung, Marie-Luise Dittmar.

Friedhofsmitarbeiter berichteten, der Leichnam sei am Vormittag gebracht und in die Erde gebettet worden.

Die mögliche Identität der Leiche hatte in den vergangenen Monaten für Schlagzeilen gesorgt. Der tote Körper, an dem Kopf, Hände und Füße fehlen, war 2007 in einer alten anatomischen Sammlung der Berliner Charité entdeckt worden. Aufgrund zahlreicher Indizien vermutete der Leiter der Charité-Rechtsmedizin, Michael Tsokos, dass es sich um die Leiche der 1919 ermordeten Mitbegründerin der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) handelt. Einen eindeutigen Nachweis fand er allerdings nicht.

Die Staatsanwaltschaft ordnete daraufhin vor einigen Wochen eine Obduktion an. Doch auch sie brachte keine Klarheit. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es keinen eindeutigen Nachweis, dass es die Leiche der ermordeten Kommunistenführerin Rosa Luxemburg ist.

Lesen Sie dazu auch:
Ist es Rosa Luxemburg? DNA-Material gesucht!

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromiss im Tauschhandel?

18:31 Kaum verkündet, war der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Doch jetzt soll der Koalitionsausschuss eine Einigung bringen. Offenbar bahnt sich ein Handel zwischen CDU und SPD an. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »