Ärzte Zeitung online, 15.01.2010
Haiti:
So suchen Helfer nach Verschütteten
HAMBURG (dpa). Bei der Suche nach Verschütteten
wenden Helfer verschiedene Methoden an. Nach Angaben des Technischen
Hilfswerks unterscheiden sie dabei zwischen der sogenannten
biologischen und der technischen Ortung. Erstere bezeichnet den Einsatz
von Hunden, letztere das Nutzen von Geräten wie Mikrofone oder Kameras.
Zunächst stellen Experten in der Regel fest, an welchen
Stellen Menschen etwa in Hohlräumen überlebt haben könnten. Dann werden
sogenannte Trümmerhunde über das Gelände geschickt. Um die Hundeführer
nicht zu gefährden und weitere Einstürze zu verhindern, suchen die
speziell ausgebildeten Tiere das Gelände selbstständig ab. Je nach Art
der Trümmer können sie menschlichen Geruch bis zu einer Tiefe von
mehreren Metern orten. Sobald sie eine Spur haben, bellen sie und
zeigen den Hundeführern relativ genau, wo sie etwas gerochen haben.
Danach kommen meist technische Ortungsgeräte hinzu. Mit
besonders sensiblen Mikrofonen versuchen die Helfer zum Beispiel, Rufe,
Klopfen oder Kratzen zu hören. Außerdem helfen spezielle Kameras, um zu
erkennen, ob an der Stelle tatsächlich ein Mensch liegt. Die mit Licht
ausgestatteten Geräte haben ein langes Kabel und können in
unzugängliche Hohlräume geführt werden. Auch Wärmebildkameras, welche
auf die Körpertemperatur von Personen reagieren, werden eingesetzt.
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