Ärzte Zeitung, 15.01.2010

Neue Gesellschaft widmet sich Gewaltforschung

Eine neue wissenschaftliche Gesellschaft, die sich mit Gewalt und ihren psychischen Folgen auseinandersetzt, ist Ende 2009 in Berlin gegründet worden.

zur Großdarstellung klicken

© Martin Fally / fotolia.com

BERLIN/HEIDELBERG (mm). Die neue Einrichtung steht allen Berufsgruppen offen, die praktisch oder wissenschaftlich mit Gewalt und Gewaltfolgen zu tun haben. Dazu gehören außer Ärzten auch Polizisten, Feuerwehrleute, Notfalleinsatzkräfte, aber auch Juristen, Soziologen, Psychologen und Kulturwissenschaftler.

Maßgeblich an der Gründung der "Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG)" beteiligt, sind Professor Dr. Günter H. Seidler, Leiter der Sektion Psychotraumatologie an der Psychosomatischen Universitätsklinik Heidelberg, sowie Professor Dr. Wolfgang U. Eckart, Direktor des Instituts für Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität Heidelberg. Die Fachgesellschaft organisiert ihre Arbeit weitgehend in Arbeitsgruppen, deren Bildung und Leitung jedem Mitglied freisteht. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen sollen auf regelmäßigen Tagungen der Fachgesellschaft zusammengetragen werden. Weiterbildungsmöglichkeiten - im Sinne eines Grundcurriculums für alle Berufsgruppen - werden derzeit erarbeitet.

Weitere Informationen über die "Gesellschaft für Psychotraumatologie, Traumatherapie und Gewaltforschung (GPTG)" unter: www.gptg.eu

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »