Ärzte Zeitung online, 15.01.2010

Generikaindustrie startet Soforthilfsprogramm für Erdbebenopfer in Haiti

BERLIN (hom). Die 17 Mitgliedsunternehmen des Branchenverbandes Pro Generika wollen sich am Soforthilfeprogramm für den von einem schweren Erdbeben erschütterten Inselstaat Haiti beteiligen.

"Derzeit laufen bei unseren Mitgliedern die Arbeiten auf Hochtouren, um schnellstmöglich die kostenfreien Lieferungen mit dringend benötigten Notfallmedikamenten für die Erdbebenopfer zusammenzustellen", sagte Pro Generika-Geschäftsführer Peter Schmidt am Freitag in Berlin.

Koordiniert wird das Hilfsprogramm von der "action medeor". Das größte europäische Medikamenten-Hilfswerk versorgt seit 1964 in Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern rund 10 000 Gesundheitsstationen mit Arzneimitteln und medizinischen Geräten in 140 Ländern der Erde.

"Die Zusammenarbeit mit diesem zuverlässigen Partner ist wichtig, damit die nach den Leitlinien der WHO für Arzneimittelspenden zusammengestellten Medikamente auch tatsächlich schnell bei denen ankommen, die derzeit jede Hilfe dringend benötigen. Hier zählt buchstäblich jeder Tag", betonte Schmidt. Pro Generika hofft, dass die Medikamente, zu denen unter anderem Antibiotika und Schmerzmittel gehören, bereits nächste Woche in Haiti eingesetzt werden können.

Lesen Sie dazu auch:
Gesundheitswirtschaft sagt Minister Rösler schnelle Hilfe für Haiti zu

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Im Sushi war der Wurm drin

Der Hinweis aufs Sushi brachte die Ärzte auf die richtige Spur. Statt den Patienten wegen Verdachts auf akutes Abdomen zu operieren, führten sie eine Gastroskopie durch. mehr »

Importierte Infektionen führen leicht zu Diagnosefehlern

Wann muss ein Arzt für eine Fehldiagnose gerade stehen? In einem aktuellen Fall entschied das Oberlandesgericht Frankfurt gegen einen Arzt. mehr »

"Turbolader einer Zwei-Klassen-Medizin"

Die Einheitsversicherung als Garant für Gerechtigkeit im Versorgungssystem? Aus Sicht von BÄK-Präsident Professor Frank Ulrich Montgomery eine fatale Fehleinschätzung. Die "Ärzte Zeitung" dokumentiert Auszüge aus seiner Ärztetags-Eröffnungsrede. mehr »