Freitag, 19. März 2010
Ärzte Zeitung, 19.01.2010

Deutsche Hospiz Stiftung immer öfter gefragt

Die Dienste der Deutschen Hospiz Stiftung werden immer häufiger in Anspruch genommen.

KÖLN (frk). Immer mehr Menschen suchen Kontakt zur Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung, um sich bei Fragen zur Behandlung von Schwerstkranken und Sterbenden beraten zu lassen.

Im vergangenen Jahr verzeichnete die Stiftung rund 24 600 telefonische, persönliche und schriftliche Anfragen. Das ist eine Steigerung um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. "Bei den Anfragen geht es vor allem um das Thema Pflege", sagt Matthias Hartmann, Sprecher der Deutschen Hospiz Stiftung. "Die Menschen machen sich schon lange Zeit bevor sie pflegebedürftig werden Gedanken darüber." Sie fragen zum Beispiel, wie sie ein gutes Pflegeheim finden oder was ein Pflegedienst leisten muss. Stark zugenommen hat im vergangenen Jahr zudem der Beratungsbedarf bei Patientenverfügungen.

Die Zahl der Anfragen in diesem Bereich stieg um 20 Prozent auf 7800 Anfragen. "Zu der Steigerung beigetragen hat ohne Zweifel auch die Debatte um das Patientenverfügungsgesetz, das der Bundestag im vergangenen Jahr beschlossen hat", erklärt der geschäftsführende Vorstand der Deutschen Hospiz Stiftung Eugen Brysch.

2009 sei die Resonanz auf das Patientenschutztelefon besonders groß gewesen. "Viele rufen an, um sich zu vergewissern, dass die Patientenschutzorganisation Deutsche Hospiz Stiftung im Ernstfall wirklich für sie da ist, oder weil sie allgemeine Fragen in Bezug auf unsere Arbeit haben", sagt Brysch. Auch die Homepage der Stiftung wurde intensiver genutzt: Die Organisation verzeichnete 112 500 Zugriffe, 32 Prozent mehr als 2008.

Die Stiftung finanziert sich aus Spenden und Beiträgen von mehr als 55 000 Mitgliedern und Förderern. Sie hilft Betroffenen und Angehörigen, wenn sich zum Beispiel die Krankenkasse weigert, die Kosten für die palliative Versorgung zu übernehmen oder wenn es Konflikte mit dem Pflegeheim gibt.

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Deutsche Hospiz-Stiftung: Eine Lobby für Sterbende und Schwerstkranke

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