Ärzte Zeitung online, 20.01.2010

IW-Studie: Deutschland bei Geld für Eltern spitze

KÖLN (dpa). Bei der finanziellen Unterstützung für Eltern ist Deutschland nach einer neuen Studie unter 19 EU-Ländern spitze.

"Wir haben hier den ersten Platz, weil Deutschland sehr stark steuerlich unterstützt, mit Ehegattensplitting und Kinderfreibeträgen", sagte der Axel Plünnecke vom arbeitgebernahen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) am Dienstag in Köln. Weiterer Handlungsbedarf wie etwa die Einführung eines Betreuungsgeldes bestehe folglich nicht.

Nachbessern müsse Deutschland aber bei der Kinderbetreuung. Plünnecke zufolge werden nur gut 20 Prozent der unter Dreijährigen hierzulande in Kitas oder von Tagesmüttern betreut. "Die Wünsche nach Betreuung übersteigen bei weitem das vorhandene Angebot." In Dänemark würden mehr als 70 Prozent der Kleinsten extern betreut. Vergleiche man die Situation bei den Krippenplätzen aber mit der Lage von vor fünf Jahren, so seien deutliche Fortschritte zu erkennen.

"Insgesamt hat sich Deutschland bei der Familienfreundlichkeit aber stark verbessert", bilanzierte der IW-Experte. Innerhalb von fünf Jahren habe sich die Bundesrepublik sogar am zweitstärksten von den untersuchten 19 Ländern verbessert. "Wir holen auf, aber es bleibt noch eine Menge zu tun", sagte Plünnecke.

Eine Zusammenfassung der IW-Studie finden Sie hier (PDF-Datei)

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