Ärzte Zeitung online, 21.01.2010

Babytausch: Klinik muss Eltern entschädigen

PRAG (dpa). Im Dezember 2006 waren in einem tschechischen Krankenhaus zwei Neugeborene vertauscht und an die falschen Eltern gegeben worden. Am Mittwoch nun entschied der zuständige Obere Gerichtshof in Olomouc auf Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 3,2 Millionen Kronen (123 230 Euro).

Das Urteil in der Berufungsverhandlung sei nicht weiter anfechtbar, berichtet der tschechische Rundfunk. Die beiden betroffenen Familien, die sich die Entschädigung teilen, zeigten sich zufrieden mit der Lösung.

Der versehentliche "Kindertausch" im mährischen Trebic war erst knapp ein Jahr nach den Geburten per DNA-Analyse aufgedeckt worden, als einer Familie die Haarfarbe ihres Babys verdächtig vorkam. Danach waren die Kinder wieder zu ihren genetischen Eltern zurückgetauscht worden. Laut örtlichen Medien nennen die mittlerweile dreijährigen Kinder ihre "Krankenhaus-Eltern" jetzt "Tante" und "Onkel".

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