Ärzte Zeitung, 25.01.2010

Notarztwagen, Version XXL: Rettungsdienst stellt sich auf dicke Patienten ein

Rotes Kreuz stellt sich auf adipöse Patienten ein

zur Großdarstellung klicken

Geeignet für ganz Dicke: Rettungswagen vom Roten Kreuz. © BRK

MÜNCHEN (sto). Die steigende Zahl stark adipöser Patienten stellt den Rettungsdienst immer häufiger vor Probleme. In München hat jetzt das Bayerische Rote Kreuz (BRK) den ersten Schwerlast-Rettungswagen in Betrieb genommen, mit dem auch Patienten bis zu einem Körpergewicht von 300 kg "menschenwürdig transportiert werden können", so BRK-Landesgeschäftsführer Dieter Deinert.

Allein beim BRK müssen nach Angaben Deinerts jährlich bis zu 6000 stark übergewichtige Patienten transportiert werden. Herkömmliche Rettungsfahrzeuge seien dafür nicht ausgestattet. Stark übergewichtige Patienten mussten deshalb bislang mit zum Teil menschenunwürdigen Provisorien, etwa auf der Ladefläche eines Feuerwehr-LKW mit Ladebordwand, befördert werden.

Der neue Schwerlast-Rettungswagen werde nicht nur den Transportbedürfnissen adipöser Patienten gerecht. Er stelle auch für die Arbeit der Rettungskräfte eine deutliche Verbesserung dar, betonte Deinert. So müssen die Helfer durch eine spezielle Hydrauliktechnik für die Liege weniger schwer heben. Umbauten je nach Rettungseinsatz sind bei diesem Spezialfahrzeug nicht erforderlich. Es ist sofort einsatzbereit. Insgesamt wird das BRK im Laufe des Frühjahrs 25 Schwerlast-Rettungswagen in Betrieb nehmen, die dann im ganzen Land stationiert sein werden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Kompromissvorschlag wieder zurückgezogen

Kaum verkündet, ist der Kompromiss zur Pflegeausbildung auch schon wieder vom Tisch. Die genauen Gründe sind unklar. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »