Ärzte Zeitung online, 29.01.2010

Hauseinsturz in Lüttich: Zwölf Tote gefunden

LÜTTICH (dpa). Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in der ostbelgischen Stadt Lüttich ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Am Freitag entdeckten Helfer eine zwölfte Leiche. Wie die belgische Nachrichtenagentur Belga berichtete, konnte sie zunächst nicht identifiziert werden.

Bei den in der Nacht gefundenen Opfern handele es sich um eine junge Frau und einen jungen Mann. Der fünf-stöckige Altbau war in der Nacht zum Mittwoch zunächst von einer Explosion erschüttert worden und dann in sich zusammengestürzt. 21 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer.

Die Zahl der Vermissten blieb weiter unklar - ebenso die Unglücksursache. Lüttichs Bürgermeister Willy Demeyer sagte, in einer der Wohnungen des Mehrfamilienhauses sei es zu einer Explosion gekommen. Er wies erneut darauf hin, dass es in dem Gebäude schon Tage vor der Explosion nach Gas gerochen habe. Die Feuerwehr habe das Haus deswegen mehrfach untersucht, es sei aber alles in Ordnung gewesen. Die Ermittler hielten nach früheren Angaben auch ein Fremdverschulden für möglich. 

Fünf der Toten konnten inzwischen identifiziert werden. Mehrere Familien warteten immer noch darauf, mehr Klarheit über die Opfer zu erhalten. Die Regionalregierung der Wallonie sicherte den Bewohnern des Viertels, die obdachlos wurden oder vorübergehend nicht in ihre beschädigten Wohnungen in der Nähe des Katastrophenortes zurückkehren können, Hilfe zu.

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