Ärzte Zeitung online, 04.02.2010

Weitere Gebeine im Magdeburger Dom entdeckt

MAGDEBURG (dpa). Bei der Öffnung eines Grabes im Magdeburger Dom sind Archäologen auf bislang unbekannte Gebeine gestoßen. Nun werde in den kommenden Wochen untersucht, ob es Hinweise auf die Identität gibt. Es wird davon ausgegangen, dass es sich um eine hochgestellte Persönlichkeit handele.

Das Grab stammt aus dem Vorgängerbau des heutigen Doms, einer ottonisch-romanischen Kirche des 10. bis 12. Jahrhunderts.

Das MDR-Fernsehmagazin "Sachsen-Anhalt heute" hatte gemeldet, bei den Knochen könne es sich um Überreste von Erzbischof Wichmann von Seeburg (um 1115-1192) handeln, einem bedeutenden Geistlichen seiner Zeit. Grabungsleiter Rainer Kuhn von der Stiftung Dome und Schlösser in Sachsen-Anhalt wollte das nicht bestätigen. Es gebe mehrere Möglichkeiten.

Die Funde bei den Grabungen im Magdeburger Dom sorgen immer wieder für Schlagzeilen. Zuletzt hatten die Archäologen zwei goldene Schmuckstücke entdeckt, darunter ein Löwenköpfchen mit leicht geschwungenem Hals, der als Tülle endet. Furore hatte ein Fund der mutmaßlichen Gebeine von Königin Editha (910-946) gemacht, der ersten Frau von Kaiser Otto dem Großen. Der Bleisarg war im November 2008 im Magdeburger Dom entdeckt worden. Die genaue Untersuchung der Knochen läuft noch, die Fachwelt geht aber davon aus, dass es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit um Editha handelt.

Weitere Informationen zur Ausgrabung

Topics
Schlagworte
Panorama (30488)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Hohes Sterberisiko bei Ausbruch in der Adoleszenz

Wenn sich Typ-1-Diabetes in einem besonders vulnerablen Alter manifestiert, brauchen Betroffene viel Aufmerksamkeit. Sie haben ein hohes Risiko, an Komplikationen zu sterben. mehr »

100 Prozent Zustimmung

Die KBV-Vertreterversammlung präsentiert sich in neuer Einigkeit und richtet die Speere – wieder – nach außen. Klare Kante gegenüber dem Gesetzgeber und den Krankenhäusern. "Wir sind auf Kurs", meldete KBV-Chef Gassen. mehr »

Herz-Kreislauf-Risiko von Anfang an im Blick behalten!

Bei RA-Patienten sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen die wichtigste Todesursache. Die aktuellen Therapiealgorithmen zielen nicht zuletzt darauf ab, die Steroidexposition zu begrenzen. mehr »