Ärzte Zeitung online, 05.02.2010

Eine wirtschaftliche Zusatzausbildung wird für Ärzte immer wichtiger

LEIPZIG (eb). Deckungsbeiträge, Gewinn und Verlustrechnung, Kosten oder Aufwand - aufgrund des Fallpauschalengesetzes zur Vergütung der Krankenhausleistungen wird ein umfassendes Managementwissen für Ärzte immer wichtiger. Neben Studiengängen mit Spezialisierung auf die Gesundheitsökonomie bietet sich für Ärzte auch das Managementstudium mit dem Abschluss MBA (Master of Business Administration) an.

Nicht nur für Chefärzte, auch für Ärzte mit eigener Praxis ist heute das Wissen rund um Personalführung, Mitarbeiterentwicklung und -motivation unverzichtbar. Da dieses Wissen nicht in der medizinischen Grundausbildung gelehrt wird, entscheiden sich immer mehr Ärzte zu einer Weiterbildung im betriebswirtschaftlichen Bereich.

Die Anforderungen an betriebswirtschaftliches Wissen von Ärzten nehmen stetig zu. Dr. Christian Elsner, Geschäftsführender Direktor des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, fasst die Anforderungen an die Managementkompetenz zusammen: Ärzte benötigen heute neben dem Fachwissen auch Kenntnisse über politische Rahmenbedingungen. Ärzte müssen zudem vertraut sein mit Instrumenten zur Strukturierung komplexer betriebswirtschaftlicher Sachverhalte.

Durch Studiengänge für Gesundheitsökonomie wird den Teilnehmern Wissen in Betriebswirtschaft, Personalwesen und Jura vermittelt.

Die Vorteile eines generalistisch angelegten MBA sind nach Elsner, der an der Handelshochschule Leipzig (HHL) das MBA-Studium absolviert, besonders das große Netzwerk mit Unternehmen und Studenten, das er durch die Teilnahme am MBA-Programm an der HHL erhalten hat.

Weitere Informationen zum MBA-Prgramm der HHL

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