Ärzte Zeitung online, 16.02.2010

Afghanische Kinder nach Behandlung in Deutschland wieder in der Heimat

HAMBURG (dpa). Nach einer medizinischen Behandlung in Deutschland ist eine Gruppe von 59 afghanischen Kinder am Dienstag wieder in der Heimat eingetroffen. In der Hauptstadt Kabul lagen sich Eltern und Kinder in den Armen, berichteten Augenzeugen.

Am Montagabend hatten sich die Kinder aus dem Friedensdorf International in Dinslaken auf den Weg zurück nach Afghanistan gemacht.

Die Kinder waren 2009 nach Deutschland geflogen worden. Ihre schweren Kriegsverletzungen und Knochenentzündungen konnten den Angaben der Organisation zufolge in der Krisenregion nicht fachgerecht behandelt werden.

Ärzte im ganzen Bundesgebiet operieren und behandeln für das Friedensdorf regelmäßig kostenlos Kinder aus Kriegs- und Krisenregionen. Nach der Behandlung verbringen die Kinder zur Genesung bis zu einem Jahr im Friedensdorf. Hier werden sie von ehrenamtlichen Ärzten versorgt. Bereits am Freitag erwartet das Dorf die Ankunft 85 neuer kleiner Patienten aus Afghanistan.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »