Ärzte Zeitung online, 23.02.2010

Lindsay Lohan: Wäre fast an Drogen gestorben

LOS ANGELES/LONDON (dpa). US-Schauspielerin Lindsay Lohan ist einem frühen Tod wegen Drogen- und Alkoholsucht nur knapp entkommen. "Ich habe versucht, meine Probleme mit Alkohol, Kokain und bewusstseinsverändernden Stoffen zu verschleiern", sagte die 23-Jährige in einem Interview mit der britischen Zeitung "The Sun".

"Wenn ich nicht aufgehört hätte, wäre ich jetzt tot." Obwohl Lohan seit Jahren durch Drogenexzesse, Festnahmen und Entziehungskuren Schlagzeilen macht, habe sie das Ausmaß ihrer Sucht bisher verschleiert, schreibt das Blatt.

"Ich habe starken Missbrauch betrieben und es hat mir nicht geholfen, meine Probleme zu lösen. Das sollen die Leute wissen", sagte Lohan in der ungewöhnlich offenen Drogenbeichte. Dank Therapie sei sie nun aber soweit, dass sie ohne diese Dinge auskomme.

2007 habe sie einen Tiefpunkt erreicht, nachdem ihr Vater Michael Lohan sich öffentlich über die Familienprobleme verbreitet hatte, sagt Lohan. Sie griff zu Alkohol und Kokain, wurde zweimal festgenommen und ging dreimal auf Entzug. Richtig Angst habe sie bekommen, als sie einmal im Medikamentenrausch in ihrem Badezimmer aufgewacht sei als das Wasser in der Badewanne überlief.

Lohan, die mit ihrem Vater seit Jahren im Clinch liegt, gibt ihm Mitschuld an ihrer Drogensucht. "Nur durch meinen Vater wusste ich über Kokain Bescheid. Ich hatte Angst davor, aber ich habe es ausprobiert, weil ich dickköpfig und dumm war und wissen wollte, wie es sich anfühlt." Alle zwei Wochen würde sie nun einen Therapeuten aufsuchen, einmal wöchentlich nehme sie an Kursen für Alkoholiker teil.

Zum Interview in "The Sun"

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