Ärzte Zeitung online, 23.02.2010

Holländerin "löffelt" sich aus Gefängnis frei

AMSTERDAM (dpa). Mit einem Löffel hat sich eine Strafgefangene in den Niederlanden in monatelanger mühseliger Arbeit einen Fluchttunnel gegraben, durch den sie entkam. Wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag bestätigte, entwischte die 35-Jährige bereits am Sonntag durch den mehrere Meter tiefen Tunnel aus dem Frauengefängnis der Stadt Breda.

Sie habe dort wegen Mordes hinter Gittern gesessen und noch 22 Haftmonate vor sich gehabt, berichtete der Nachrichtensender NOS. Ihre spektakuläre Flucht sei erst dadurch möglich geworden, dass sie nicht mehr in einer regulären Zelle, sondern in einem Sondergebäude auf dem Gelände der Haftanstalt untergebracht worden war; dort werden Langzeitgefangene auf ihre Entlassung vorbereitet und haben mehr Freiheiten.

Im Keller unter der Küche des Hauses begann die Frau mit der mühseligen Buddelarbeit, wobei sie den Tunneleingang durch eine abschraubbare Luke verdeckte. Die Polizei geht laut NOS davon aus, dass die Flüchtige mindestens einen Helfer hatte, der am Ausgang des Tunnels auf einem Gehweg neben der Haftanstalt die Bodenplatten gelockert hatte.

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