Ärzte Zeitung online, 25.02.2010

Stiftung untersucht bundesweit Vorlese-Initiativen

MAINZ (dpa). Mit einer breit angelegten Studie will die Stiftung Lesen bundesweit untersuchen, wie sehr Vorlesen die Entwicklung von Kindern unterstützt. Auf Grundlage der Ergebnisse der auf drei Jahre angelegten Arbeit soll unter anderem der Einsatz ehrenamtlicher Vorleser verbessert werden, wie die Organisation am Mittwoch in Mainz mitteilte.

Das Projekt werde vom Bundesbildungsministerium mit mehr als einer halben Million Euro unterstützt. Dies entspricht laut Stiftung etwa 85 Prozent der Kosten.

Vorlesen und Erzählen seien die besten Mittel, um Kinder von klein auf zum Lesen zu motivieren. Statistiken zufolge werde in mehr als 40 Prozent aller Haushalte mit Kindern im "klassischen Vorlesealter" von unter zehn Jahren nur unregelmäßig oder gar nicht vorgelesen. Daher sei die Arbeit ehrenamtlicher Vorleser besonders wichtig. Beispielsweise im Vorleseclub der Stiftung Lesen sind 9000 Mitglieder aktiv und erzählen ihre Geschichten in Kindergärten, Grundschulen und Bibliotheken.

Derzeit verschaffe sich die Stiftung einen bundesweiten Überblick über die ehrenamtlichen Vorlese-Initiativen, teilte die Leiterin des Instituts für Lese-und Medienforschung, Simone Ehmig, in Mainz mit. Später sollen unter anderem 1000 Freiwillige, die regelmäßig vorlesen, zu ihren Erfahrungen und ihrer Motivation befragt werden. Neben der Bestandsaufnahme solle die Studie auch Anregungen liefern, wie ehrenamtliche Vorleser weiter qualifiziert werden können.

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