Ärzte Zeitung online, 25.02.2010

Tragödie bei SeaWorld: Killerwal tötet Dompteurin

ORLANDO/NEW YORK (dpa). Ein Orca-Wal in Orlandos berühmtem Meerestierpark SeaWorld hat vor den Augen entsetzter Zuschauer eine Trainerin getötet. Das Unglück ereignete sich am Mittwoch wenige Minuten vor einer Show, erklärte SeaWorld-Präsident Dan Brown vor Journalisten.

Laut CNN hatte das männliche Tier schon zwei andere Menschen in den Tod gerissen. Ein Vorfall liegt nach Angaben des Senders zehn Jahre zurück, der andere ereignete sich 1991.

Was zu dem tragischen Ereignis am Mittwoch führte, war zunächst nicht klar. Nach Angaben von Jim Solomon, einem Sprecher der Polizei im Orange County, rutschte die Trainerin aus und fiel in das Becken. Dort wurde sie von dem Killerwal in die Tiefe gezogen, sagte Solomon. Die 40-jährige Frau konnte nur noch tot geborgen werden.

Bei dem Opfer handelt es sich nach Worten von Brown um "eine der erfahrensten Trainerinnen" in dem Meerestierpark von Orlando. Der Präsident betonte, dass sein SeaWorld-Park eine solche Tragödie nie zuvor erlebt habe.

Eine der Augenzeuginnen schilderte CNN, was sie sah. Demnach sprang der Orca-Bulle plötzlich in die Höhe und packte die Trainerin an der Taille. Dann schüttelte er sie hin und her. "Es war richtig wild", sagte die Augenzeugin, "und einer ihrer Schuhe flog durch die Luft". Mitarbeiter der Anlage hätten sie und die anderen Zuschauer in Eile nach draußen geführt.

Die internationale Wal- und Delfinschutzgesellschaft (WDCS) führt auf ihrer Internetseite www.wdcs.org ein ähnliches Unglück auf, das sich erst Ende Dezember in einem Orca-Becken auf Teneriffa zutrug. Dabei war ein 29-jähriger Trainer ums Leben gekommen.

"Orcas sind wildlebende, starke und oftmals unberechenbare Tiere, Sie sind generell ungeeignet für die Gefangenschaft", weil sie dort unter Stress leiden, warnt die Organisation.

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