Ärzte Zeitung online, 25.02.2010

Verkehrsclub ist für Null Promille - Käßmann setzte Signal

BERLIN (dpa). Null Promille im Straßenverkehr will der Verkehrsclub Deutschland (VCD) gesetzlich verankern lassen. Trotz rückläufiger Zahlen bei Verkehrsunfällen mit Alkoholeinfluss gebe es keinen Grund zur Entwarnung, so die Organisation am Donnerstag in Berlin.

Wer stark alkoholisiert am Steuer sitze, habe einfach nur Glück, wenn nichts passiere. Die frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, habe mit dem Rücktritt nach ihrer Alkoholfahrt ein "klares Signal für Verantwortungsbewusstsein" gesetzt.

Jeder Mensch könne mal einen Fehler machen. "Aber es gibt leider viel zu wenige, die ihre Fehler zugeben und für sie Verantwortung übernehmen", stellte der VCD fest. Er betonte: "Wer konsequent alles unternehmen will, um Unfälle mit Toten und Verletzten zu vermeiden, kommt nicht umhin, null Promille für alle Fahrer verbindlich vorzuschreiben." Die am Donnerstag veröffentlichte jüngste Unfallstatistik für 2009 hatte einen starken Rückgang der dabei getöteten Verkehrsteilnehmer ergeben. "Doch noch immer sterben tagtäglich elf Menschen auf Deutschland Straßen", betonte der VCD.

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