Sonntag, 12. Februar 2012
Ärzte Zeitung online, 03.03.2010

Franzosen machen sich schlanker als sie sind

PARIS (dpa). Franzosen sind ohnehin schon schlanker als die Deutschen - und dann mogeln sie auch noch: Im Schnitt machen sie sich etwa ein Kilo leichter und knapp einen Zentimeter größer, wenn sie ihr Gewicht und ihr Größe angeben sollen.

Franzosen machen sich schlanker als sie sind

"Hier gibt's nur einen Dicken und der ist nicht dick." Die Selbsteinschätzung der Comic-Figur war namensgebend für das "Obelix-Syndrom". © Lem / imago

Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie eines französischen Gesundheitsinstituts. Die etwa 630 Teilnehmer der Studie wussten, dass ihre Angaben anschließend überprüft werden sollten. Ansonsten wären die Unterschiede wohl noch größer ausgefallen, vermuteten die Experten.

Im übrigen gab es bei den Mogeleien keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Autoren der Studie warnen vor falschen Ergebnissen bei Umfragen zum Thema Übergewicht, sofern diese auf Selbsteinschätzungen beruhen. Das Phänomen hat bereits den Spitznamen "Obelix-Syndrom" erhalten: Der schwergewichtige Gallier aus den weltbekannten Comics leugnet hartnäckig sein Übergewicht.

| Share

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Top-Meldungen

Neue Ära in der Schlaganfall-Therapie?

Ein neuartiges Therapieverfahren weckt große Hoffnungen bei der Behandlung von akutem Schlaganfall. Jetzt hat es sich in Studien und auch in der Praxis bewährt. Experten jubeln: Die neue Methode wird die Schlaganfall-Therapie grundsätzlich verändern! mehr »

112 - Heute ist Europäischer Notruf-Tag

Nur etwa jeder vierte Europäer kennt die EU-weite Notrufnummer 112. Das geht aus einer Umfrage hervor, die die EU-Kommission in Brüssel anlässlich des Europäischen Notruf-Tags vorgestellt hat. Die Notrufnummer 112 ist rund um die Uhr und kostenfrei in Europa erreichbar. mehr »

Streit um frühe Nutzenbewertung eskaliert

Der Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) hat das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWIG) scharf kritisiert. Das Institut missachte Standards der evidenzbasierten Medizin. Das IQWIG kontert: Die Vorwürfe sind unsachlich. mehr »