Ärzte Zeitung online, 03.03.2010

Franzosen machen sich schlanker als sie sind

PARIS (dpa). Franzosen sind ohnehin schon schlanker als die Deutschen - und dann mogeln sie auch noch: Im Schnitt machen sie sich etwa ein Kilo leichter und knapp einen Zentimeter größer, wenn sie ihr Gewicht und ihr Größe angeben sollen.

Franzosen machen sich schlanker als sie sind

"Hier gibt's nur einen Dicken und der ist nicht dick." Die Selbsteinschätzung der Comic-Figur war namensgebend für das "Obelix-Syndrom". © Lem / imago

Das ist das Ergebnis einer am Mittwoch veröffentlichten Studie eines französischen Gesundheitsinstituts. Die etwa 630 Teilnehmer der Studie wussten, dass ihre Angaben anschließend überprüft werden sollten. Ansonsten wären die Unterschiede wohl noch größer ausgefallen, vermuteten die Experten.

Im übrigen gab es bei den Mogeleien keine Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Die Autoren der Studie warnen vor falschen Ergebnissen bei Umfragen zum Thema Übergewicht, sofern diese auf Selbsteinschätzungen beruhen. Das Phänomen hat bereits den Spitznamen "Obelix-Syndrom" erhalten: Der schwergewichtige Gallier aus den weltbekannten Comics leugnet hartnäckig sein Übergewicht.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Epidemiologische Kaffeesatzleserei?

Verursacht oder verhindert der Konsum von Kaffee Krankheiten? Die Klärung solcher Fragen zur Ernährung ist methodisch ein richtiges Problem. mehr »

Trotz Budgetierung gute Chancen auf Mehrumsatz

Seit vier Jahren steht das hausärztliche Gespräch als eigene Leistung im EBM (03230) . Immer wieder ist daran herumgeschraubt worden. mehr »

Erstmals bekommt ein Kind zwei Hände verpflanzt

Ein achtjähriger Junge mit einer tragischen Krankheitsgeschichte bekommt zwei neue Hände. Die Op ist ein voller Erfolg: Anderthalb Jahre später kann er schreiben, essen und sich selbstständig anziehen. mehr »