Ärzte Zeitung online, 03.03.2010

Reha für den Rüden - neue High-Tech-Klinik für Tiere

DÜSSELDORF (dpa). Mit einem beherzten Sprung ins Wasserbecken beginnt für den Hunderüden "Kuno" das "Aquajogging". Ein Unterwasserlaufband setzt sich in Bewegung. Der neunjährige Riesenschnauzer soll sich so langsam von den Folgen einer Operation an seinem Hinterbein erholen.

"Kuno" ist einer der ersten Patienten in der neuen Tierklinik "Lesia" in Düsseldorf, die an diesem Donnerstag (4. März) offiziell den Betrieb aufnimmt. Nach Angaben der Betreiber ist sie mit 2600 Quadratmetern Fläche die größte in Deutschland.

Hunde, Katzen, Reptilien, Enten und sogar Greifvögel werden behandelt - in Fachbereichen wie Chirurgie, Innere Medizin, Augenheilkunde, Kardiologie und Dermatologie. "Wir haben eine 24 Stunden geöffnete Unfallambulanz, eine Blutbank und fünf Operationssäle", erklärt Cheftierarzt Wolfgang Drinneberg. Außerdem ist die Anschaffung eines Krankenwagens geplant.

150 Tiere sollen täglich in der Klinik behandelt werden. Für die stationäre Behandlung stehen momentan je 18 Plätze für Hunden und Katzen bereit - nicht Betten, sondern Käfige. Ob auch Herrchen und Frauchen bei ihren Lieben auf den Krankenstationen übernachten dürfen, wird noch diskutiert. "Aus hygienischen Gründen möchte ich eher darauf verzichten", sagt der Cheftierarzt.

Sollte trotz aller medizinischen Bemühungen einer der "Patienten" dahinscheiden, haben die Klinik-Betreiber auch an einen Abschiedsraum für die "Angehörigen" gedacht. Auf grünen Sofas kann man um seinen verstorbenen Begleiter trauern. Den letzten Weg weisen Informationsheftchen - zum Düsseldorfer Tierfriedhof.

www.lesia.de

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