Ärzte Zeitung online, 05.03.2010

Billig-Studios lösen einen Fitness-Boom aus

HAMBURG (dpa). Günstige Anbieter im Markt und verstärkter Zulauf aus älteren Jahrgängen haben den Fitness-Studios in Deutschland einen neuen Boom gebracht.

Mehr als sieben Millionen Menschen trainierten regelmäßig in Fitness-Anlagen, teilte der Deutsche Sportstudio Verband (DSSV) am Freitag mit. Das seien fast 1,2 Millionen mehr Mitglieder als vor einem Jahr und ein absoluter Rekordwert. "Immer mehr Menschen legen Wert auf Fitness und Gesundheit", sagte Verbandssprecher Frank Koopmann der Deutschen Presse-Agentur dpa. "Durch die demografische Entwicklung kommen viele neue Mitglieder der Studios aus der Generation 50 plus."

Die Zahl der Fitness-Studios erhöhte sich von 5800 auf 5930, die einen Umsatz von 3,4 (Vorjahr: 2,9) Milliarden Euro erwirtschafteten. Der durchschnittliche Umsatz je Fitness-Anlage und der Umsatz je Mitglied gingen jeweils leicht zurück. "Das Wachstum konzentriert sich auf Discount-Anlagen sowie Ketten- und Franchise-Studios", sagte Koopmann. Bei Anbietern wie McFit können die Mitglieder für einen niedrigen Monatsbeitrag von unter 20 Euro trainieren. Dafür gibt es nur ein sehr begrenztes Angebot an Trainingsunterstützung oder Beratung, keine Kurse und keine Wellness-Einrichtungen. Duschen kostet 50 Cent.

Die Branche beschäftigt in Deutschland rund 100 000 sozialversicherte Arbeitnehmer. Bislang sind noch 85 Prozent der Studios unabhängige Unternehmen, doch mit abnehmender Tendenz.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Langes Arbeiten kann tödlich sein

Eine lange Wochenarbeitszeit erhöht das Risiko für Herzerkrankungen und Krebs. Forscher konnten die Stundenzahl sogar exakt angeben, ab der sich das Risiko stark erhöht. mehr »

Ausschuss reißt Frist des Gesetzgebers

Das neue Qualitätsmaß für Pflegeheime gerät in Verzug. Eine Studie bietet eine Alternative an. mehr »

Jeder dritte Demenz-Fall vermeidbar

Finge die Demenz-Prävention bereits in der Kindheit an, könne die Krankheit bei einem Drittel aller Erwachsenen verhindert werden – so eine Studie. mehr »