Ärzte Zeitung online, 08.03.2010

Bürgermeister zahlt "Babygeld" aus eigener Tasche

POSERITZ (dpa). Mit "Babygeld" aus der eigenen Tasche fördert der Bürgermeister von Poseritz auf der Insel Rügen, Michael Burmeister, den Nachwuchs in seiner Gemeinde.

Pro Kind bekommen die Eltern 500 Euro in Raten, wenn das Kind seinen Hauptwohnsitz in der Gemeinde behält und später den Dorfkindergarten besucht, sagte der 69-Jährige am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur dpa. Er bestätigte damit einen Bericht der Rostocker "Ostsee-Zeitung".

Der Rentner ist seit 1999 Bürgermeister von Poseritz, der mit 14 Ortsteilen flächenmäßig zweitgrößten Gemeinde Rügens. Das "Babygeld" zahle er in fünf Raten zu je 100 Euro ab der Geburt bis zum 4. Geburtstag. "So kann das Geld auch wirklich zum Geburtstag benutzt werden", begründete er den ungewöhnlichen Schritt. Das erste "Baby-Geld" sei bereits gezahlt worden - für ein im Januar geborenes Mädchen.

"Gestern haben sich schon wieder Eltern gemeldet, die haben Zwillinge im Februar bekommen", freut sich der Rentner, der noch bis 2014 als ehrenamtlicher Bürgermeister arbeiten und danach endgültig in den Ruhestand gehen will. Die nächste Geburt stehe im April in Poseritz an.

Man könne nicht immer nur um Spenden bitten, sondern müsse auch selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Poseritz hat rund 1100 Einwohner, pro Jahr werden dort fünf bis zehn Kinder geboren.

Der in Lübeck geborene Burmeister war früher Orchestermusiker. Er arbeitete zunächst in Schwerin und später als Cellist bei der Deutschen Staatsoper Berlin bis er nach Rügen zog.

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