Ärzte Zeitung online, 10.03.2010

Erdbeben in Chile verschob Stadt um drei Meter

WASHINGTON/NEW YORK (dpa). Das gewaltige Erbeben in Chile hat die am schwersten getroffene Stadt Concepción um rund drei Meter nach Westen verschoben. Auch die Hauptstadt sei nach dem Erdstoß der Stärke 8,8 nicht mehr am selben Platz, wie Forscher von vier US-amerikanischen und argentinischen Universitäten herausfanden.

Santiago rutschte demnach um 28 Zentimeter nach Westsüdwest. Ebenso hätten sich die chilenischen Städte Valparaiso und Mendoza "beträchtlich" verschoben. In Concepción, der zweitgrößten Stadt Chiles, leben rund 900 000 Menschen.

Die Forscher verwendeten für ihre Messungen satellitengestützte GPS-Daten, die sie zehn Tage nach dem schweren Erdstoß vom 27. Februar sammelten und verglichen. Nach den Worten von Ben Brooks, Forscher an der Universität von Hawaii, bot das Beben eine "einzigartige" Möglichkeit, die seismischen Prozesse zu verstehen. Bei dem Erdstoß, dem ein Tsunami folgte, starben mindestens 452 Menschen. Es entstanden Milliardenschäden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30367)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Neuroprothese lässt Gelähmten wieder zugreifen

Eine Neuroprothese ermöglicht einem Tetraplegiker, mit einer Gabel zu essen. Sein Hirn wird dabei per Kabel mit Muskeln in Arm, Hand und Schulter verbunden. mehr »

Mord und Totschlag in deutschen Kliniken?

Eine umstrittene Studie zu lebensbeendenden Maßnahmen in Kliniken und Pflegeheimen erhitzt die Gemüter. mehr »

Bruch mit dem deutschen Verordnungssystem?

Eine Gesetzesänderung ermöglicht Ärzten seit kurzem, Cannabis zulasten der Kassen zu verschreiben. Der Patient bezieht Cannabis aus der Apotheke. Das neue Rechtskonstrukt sehen viele aber als "Systembruch". mehr »