Ärzte Zeitung online, 11.03.2010

Leiterin von Chiles Katastrophenschutzamt zurückgetreten

SANTIAGO DE CHILE (dpa). Knapp zwei Wochen nach dem Jahrhundertbeben in Chile mit fast 500 Toten ist die Leiterin des in der Kritik stehenden Zentrums für Katastrophenschutz, Carmen Fernández, am Mittwoch (Ortszeit) zurückgetreten. Damit zog sie die Konsequenzen aus dem Vorwurf, ihr Amt habe zu langsam auf die Erdbebenkatastrophe vom 27. Februar reagiert.

Der Rücktritt kam jedoch einen Tag vor dem Amtsantritt des gewählten konservativen Präsidenten Sebastián Piñera. Danach hätte Fernandez ohnehin mit ihrer Entlassung rechnen müssen, weil neue Präsidenten wichtige Posten in der Regel mit Leuten aus dem eigenen Lager besetzen.

Zugleich verteidigte Fernandez aber auch ihre Arbeit. "Kein Land ist in der Lage, bei einer schweren Katastrophe von der ersten Minute an hundertprozentig zu funktionieren, kein einziges, nicht einmal die USA nach dem Hurrikan Katrina", sagte Fernandez. Sie hatte sich auch einen erbitterten Streit mit der Marine über die Frage geliefert, wer Schuld daran war, dass keine Tsunami-Warnung herausgegeben wurde.

Vergangenen Freitag war schon der Direktor des hydrographischen und ozeanographischen Instituts der Marine, Mariano Rojas, entlassen worden. Als bereits riesige Flutwellen die Küsten Chiles verwüsteten, soll er der Regierung noch mitgeteilt haben, es werde keinen Tsunami geben.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Welche Stoffe in Energy-Drinks wirken auf Herz und Kreislauf?

Energy-Drinks haben eine durchschlagende Wirkung: Es kommt zu signifikanten Verlängerungen des QTc-Intervalls, und der systolische Blutdruck ist erhöht. Möglicherweise ist dafür nicht nur das Koffein verantwortlich. mehr »

"GOÄ-Novelle bis Ende 2017 ist sportliches Ziel"

Wann kommt die neue GOÄ? Im Interview mit der "Ärzte Zeitung" verrät GOÄ-Verhandlungsführer Dr. Reinhard genaueres. mehr »

"Harte Hand" schadet dem Schulerfolg

Den Lebenswandel eines Kindes kann ein sehr strenges Elternhaus negativ beeinflussen, belegt eine Studie. mehr »