Ärzte Zeitung online, 29.03.2010

Mindestens 35 Tote bei Anschlägen in Moskauer Metro

MOSKAU (dpa). Bei zwei blutigen Selbstmordanschlägen sind in der Moskauer Metro am Montagmorgen mindestens 35 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden. Die Attentäter sprengten sich mitten im Berufsverkehr nacheinander an der Station "Ljubjanka" und am "Park Kultury" in die Luft.

Die Terroristen hätten die Bomben bei sich getragen, sagte der Moskauer Staatsanwalt Juri Semin nach Angaben der Agentur Interfax. Die genaue Zahl der Toten und Verletzten stehe noch nicht fest, sagte er.

Die Moskauer Polizei rief die Bevölkerung in der Stadt mit den mehr als zehn Millionen Einwohnern zur größten Wachsamkeit auf. Wegen der Gefahr weiterer Anschläge wurden die Sicherheitsvorkehrungen verschärft.

Es waren die ersten Anschläge in der Moskauer Metro seit sechs Jahren. Zuletzt sprengte sich 2004 ein Selbstmordattentäter in der Metro in die Luft und riss 40 Fahrgäste mit in den Tod. Bei dem Täter handelte es sich damals um einen Untergrundkämpfer aus der Unruheregion im Nordkaukasus. Die Islamisten im Nordkaukasus hatten zuletzt immer wieder mit Anschlägen in Russland gedroht.

Lesen Sie dazu auch:
Geheimdienst bestätigt Selbstmordanschläge in Moskau - Update 14:30 Uhr

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