Ärzte Zeitung online, 30.03.2010

EU beschließt Flugverbote für Sudan und Philippinen

BRÜSSEL (dpa). Für alle Fluggesellschaften aus dem Sudan und den Philippinen gilt ab sofort ein Flugverbot in der Europäischen Union. Die EU-Kommission setzte die Airlines am Dienstag auf eine Schwarze Liste von Unternehmen, die wegen Sicherheitsmängeln keine Flüge mehr in der EU anbieten dürfen. Gleichzeitig schränkte die Brüsseler Behörde den Betrieb der Fluggesellschaft Iran Air ein.

Insgesamt dürfen 278 Unternehmen aus 17 Ländern nicht mehr in der EU starten und landen - betroffen sind vor allem Airlines aus Afrika und Asien. Etwa ein Viertel aller Flugunfälle weltweit passieren nach Expertenangaben in Afrika. Dagegen erlaubt die EU der koreanischen Air Koryo sowie der TAAG aus Angola mit Auflagen wieder den Betrieb in Europa.

Die EU überwacht Fluggesellschaften, um schwere Unglücke zu verhindern. Dabei geht es unter anderem um Sicherheitschecks, die Wartung und den Zustand der Flugzeuge. "Die Sicherheit steht an erster Stelle", sagte EU-Verkehrskommissar Siim Kallas in Brüssel. "Wir können es nicht hinnehmen, dass Fluggesellschaften in die EU fliegen, wenn sie die internationalen Sicherheitsstandards nicht vollständig erfüllen."

Im Sudan und auf den Philippinen hätten die Behörden mehrfach gegen internationale Vorschriften verstoßen, deshalb gelte der Flugstopp für alle Airlines der beiden Länder. Im Sudan sind es 12 Unternehmen, auf den Philippinen 40. Sie müssen nun bei Inspektionen der EU bessere Sicherheitsmaßnahmen nachweisen.

Die angolanische TAAG, die seit 2007 nicht mehr in der EU landen durfte, kann nun wieder unter strengen Auflagen und mit bestimmten Flugzeugen nach Europa fliegen. Die koreanische Air Koryo kann nach vier Jahren Sperre den Betrieb wieder mit zwei Flugzeugen starten. Unter Beobachtung stellte die EU auch Airlines aus Albanien, Ägypten und Afghanistan.

Topics
Schlagworte
Panorama (30159)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »