Ärzte Zeitung online, 31.03.2010

Zahl der Jobsucher im März auf 3,6 Millionen gesunken

NÜRNBERG (dpa). Die Bundesagentur für Arbeit (BA) legt am heutigen Mittwoch in Nürnberg die Arbeitslosenzahlen für den Monat März vor. Der Frühjahrsaufschwung hat nach ersten Einschätzungen die Arbeitslosigkeit leicht sinken lassen.

Nach Berechnungen von Bankenvolkswirten ging die Zahl der Erwerbslosen zwischen 30 000 bis 40 000 auf rund 3,6 Millionen zurück. Dies wären nur noch 20 000 bis 30 000 weniger als im Vorjahr, berichteten die Arbeitsmarktexperten in einer Umfrage der Nachrichtenagentur dpa. Die Wirtschaftskrise hinterlasse auf dem Stellenmarkt kaum Spuren, eher gebe es leichte Erholungstendenzen, betonten die meisten Experten.

Je nach Arbeitsmarktoptimismus erwarten die Experten für März entweder einen nur geringen oder einen starken Rückgang der Arbeitslosenzahl von bis zu 90 000. Nach Ansicht des Hypovereinsbank-Volkswirts Alexander Koch spricht für die optimistischere Variante die starke Frühjahrsbelebung - gestützt von einem spürbaren Konjunkturaufschwung. Darauf wiesen zahlreiche Konjunkturindizes hin. Auch wenn die Krise noch keineswegs überwunden sei, würden Unternehmen wieder verstärkt einstellen, betont Koch.

Diese Einschätzung teilte auch die Bundesagentur für Arbeit. Sie verzeichnete im März bei der Arbeitskräftenachfrage eine deutliche Erholung. Die Kräftenachfrage bewege sich langsam aus dem krisenbedingten Tief heraus, berichtete die Bundesbehörde am Dienstag bei der Veröffentlichung ihres Beschäftigungsindexes BA-X. Der BA-X stieg im zu Ende gehenden Monat um 5 auf 138 Punkte. Das ist der höchste Wert seit Februar 2009. Auch der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbank (BVR) rechnet mit einer steigenden Zahl offener Stellen, wie er in einem am Dienstag veröffentlichen Konjunkturbericht betonte.

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