Ärzte Zeitung online, 01.04.2010

Medwedew für Präventivschläge gegen Terroristen

MOSKAU (dpa). Nach den Selbstmordattentaten in der Moskauer Metro hat Kremlchef Dmitri Medwedew bei einem Blitzbesuch im Konfliktgebiet Nordkaukasus Präventivschläge gegen Terroristen gefordert. "Alle Staaten sollten im Anti-Terror-Kampf über eine Ausweitung ihrer Mittel nachdenken und wirksamere Schritte erwägen", sagte Medwedew am Donnerstag nach Angaben der Agentur Interfax in der Teilrepublik Dagestan am Kaspischen Meer.

Zur Verhinderung eines "grausamen Attentats" dürften "vorbeugende Schläge gegen Terroristen" kein Tabu sein, sagte der russische Präsident. Medwedew forderte in der Hauptstadt Machatschkala auch ein härteres Vorgehen gegen Aufständische in der Region. In Dagestan waren am Vortag bei Bombenanschlägen zwölf Menschen getötet worden.

"Die Liste der Kampfmaßnahmen muss erweitert werden", forderte Medwedew. "Wir werden alle Terroristenführer finden und bestrafen." Die Behörden im Nordkaukasus seien aufgerufen, enger mit muslimischen Geistlichen zusammenarbeiten, um Anschläge islamistischer Extremisten zu verhindern. Zudem sollte Extremisten, die sich vom bewaffneten Kampf lossagen, eine Ausstiegsperspektive gegeben werden, sagte Medwedew. Dagegen müssten "Hassprediger" isoliert werden.

Topics
Schlagworte
Panorama (30508)
Organisationen
Interfax (67)
Metro (61)
Personen
Dmitri Medwedew (38)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Adiopositas-Op nötig, aber Kasse will nicht zahlen

Wenn der Antrag eines Adipositas-Patienten auf eine bariatrische Operation abgelehnt wird, bringt das Ärzte in eine schwierige Situation. Denn oft verschlechtert sich der Zustand des Betroffenen. mehr »

9 wichtige Forderungen, Analysen, Informationen

Fleißige Delegierte: In Freiburg wurde wieder eine große Palette an Themen abgearbeitet. mehr »

Versorgungswerke sitzen auf 184 Milliarden Euro

Auf die Frage nach der Leistungsfähigkeit der Versorgungswerke tut sich die Bundesregierung mit dem Blick in die Glaskugel schwer. Die Anzahl der Rentenempfänger werde wohl weiter deutlich zunehmen. mehr »