Ärzte Zeitung online, 21.04.2010

China trauert um 2064 Erdbebentote

PEKING (dpa). China hat am Mittwoch um die bisher 2064 Toten des Erdbebens im tibetischen Hochland vor genau einer Woche getrauert. In der schwer betroffenen Provinz Qinghai kam das öffentliche Leben um 10.00 Uhr Ortszeit für einen dreiminütigen Moment des Schweigens zum Stillstand, um der Opfer zu gedenken.

Sirenen heulten und Autos hupten. Landesweit wurden alle Aktivitäten in Unterhaltungsstätten ausgesetzt. Flaggen wehten auf Halbmast. Zeitungen kamen mit schwarz-weißen Titelseiten und Trauerrändern heraus.

Eine große Wohltätigkeitsveranstaltung im Staatsfernsehen am Vorabend brachte Spenden in Höhe von 2,1 Milliarden Yuan, umgerechnet 239 Millionen Euro, für die Erdbebenopfer ein, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Die Gelder sollen über das Verwaltungsministerium und das chinesische Rote Kreuz dem Erdbebengebiet zugutekommen. Bisher sind 34 000 Zelte, 77 000 Decken und 55 000 wattierte Mäntel für die Obdachlosen eingetroffen.

Unter den Trümmern wurden immer noch 175 Menschen vermisst. Mehr als 12 100 Menschen wurden durch das Erdbeben der Stärke 7,1 am vergangenen Mittwoch verletzt. Schnee und Regenfälle erschwerten zusätzlich das Schicksal der Obdachlosen und behinderten den Verkehr der Lastwagen mit Hilfsgütern ins weit abgelegene Erdbebengebiet im Süden von Qinghai an der Grenze zur autonomen Region Tibet. Auch die Flüge mit Hilfslieferungen wurden durch das schlechte Wetter beeinträchtigt.

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