Ärzte Zeitung online, 26.04.2010

Fast-Food-Ketten wollen keine Gen-Kartoffeln

HAMBURG (dpa). Viele Fast-Food-Ketten, Chips- und Pommeshersteller wollen keine Gen-Kartoffeln verwenden. Das geht aus einer Umfrage der Umweltorganisation Greenpeace hervor. "Es ist ein sehr klares Ergebnis", sagte Gentechnik-Experte Alexander Hissting am Sonnabend in Hamburg und bestätigte einen "Spiegel"-Bericht.

Acht von zehn Firmen wollten weder heute noch in absehbarer Zukunft gentechnisch veränderte Kartoffeln nutzen. Zwei gaben an, sie derzeit nicht einsetzen zu wollen. Für die Zukunft legten sie sich aber nicht fest.

Der Chemiekonzern BASF, der die Gen-Kartoffel Amflora anbauen darf, will noch in diesem Jahr die Zulassung von zwei weiteren beantragen. Darunter ist Fortuna, aus der etwa Pommes frites hergestellt werden sollen. Amflora dient der Stärkegewinnung zu rein industriellen Zwecken.

Die Hälfte der von Greenpeace befragten Unternehmen ist grundsätzlich dagegen, dass die EU-Kommission den Anbau von Gen-Kartoffeln zulässt. "Die Firmen befürchten höhere Kosten bei der Qualitätssicherung", sagte Hissting. Gentechnikfreie und gentechnikveränderte Ware müssten getrennt werden. Auch um Imageschäden machen sich einige Sorgen. Ein Chipshersteller fürchtet, dass sich Verbraucher verunsichert fühlen könnten.

Greenpeace hatte unter anderem Burger King, McDonalds, die Nordsee-Kette und Hersteller von Chipsmarken wie Pringles, Chio, funny-frisch und Crunchips befragt.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Luftschadstoffe beeinträchtigen viele Organsysteme

Die Lunge gilt zwar als Eintrittspforte für Schadstoffe aus der Luft, kurz- und langfristige Gesundheitsschäden scheinen jedoch vor allem im Herzkreislaufsystem aufzutreten. mehr »

Für die Union ist Substitution von Ärzten kein Tabu

Nichtärztliche Gesundheitsberufe sollen stärker in die Versorgung eingebunden werden, fordert die Union. Ärztepräsident Montgomery benennt die Fallstricke für solche Pläne. mehr »

Frühe ART wirkt protektiv

Die frühe antiretrovirale Therapie (ART) schützt HIV-Patienten vor schweren bakteriellen Infektionen. mehr »