Ärzte Zeitung online, 26.04.2010

Zahl der Erdbebentoten in China steigt auf 2220

PEKING (dpa). Knapp zwei Wochen nach dem verheerenden Erdbeben im Nordwesten Chinas ist die Zahl der Toten auf 2220 gestiegen. Unter den Trümmern wurden am Montag noch 70 Menschen vermisst, berichtete das Einsatzzentrum in der Präfektur Yushu nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua.

Rund 60 000 Zelte sind in dem abgelegenen Katastrophengebiet im tibetischen Hochland eingetroffen, wo die Überlebenden nach dem Beben anfangs bei eisigen Temperaturen im Freien übernachten mussten.

Seit Mitte vergangener Woche behindern Schneefälle und Sandstürme die Hilfe für die zehntausenden Obdachlosen. Alle sechs täglich geplanten Flüge nach Yushu mussten am Sonntag abgesagt werden. Die Überlebenden brauchen warme Mäntel, Essen, Trinkwasser und Kohle. Mehr als 12 000 Menschen sind an der Hilfsaktion beteiligt, berichtete die Staatsagentur. Das Erdbeben am 14. April hatte eine Stärke von 7,1. Mehr als 12 000 Menschen wurden verletzt.

Am Montag bebte erneut die Erde in Asien. Ein Beben der Stärke 6,6 vor der Ostküste Taiwans war auf der Insel deutlich zu spüren. Es gab aber keine Berichte über Schäden oder Opfer.

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