Ärzte Zeitung online, 29.04.2010

Gentechnikgegner laden Kartoffeln vor BASF ab

MANNHEIM/LUDWIGSHAFEN (dpa). Mit einem Kartoffelberg haben Gentechnikgegner vor der Hauptversammlung des Chemiekonzerns BASF gegen die Genkartoffel Amflora protestiert. Von einem Traktoranhänger schütteten die Aktivisten am Donnerstag nach eigenen Angaben fünf bis sechs Tonnen Kartoffeln vor das Veranstaltungsgebäude in Mannheim.

Die Aktion stand unter dem Motto "Der dickste Konzern hat die dümmste Kartoffel". Jürgen Binder vom Verein "Gentechnikfreies Europa" zeigte sich zufrieden. "Die Menschen waren interessiert und haben angefangen zu diskutieren - das war unser Ziel". An der Protestaktion waren auch andere Anti-Gentechnik-Initiativen beteiligt.

Die BASF-Kartoffel Amflora war Anfang März nach einer mehrjährigen Hängepartie von der EU-Kommission zum kommerziellen Anbau zugelassen worden. Sie wird derzeit in Deutschland nur in Mecklenburg-Vorpommern unter besonderen Schutzmaßnahmen angebaut. Amflora ist nicht für den Verzehr bestimmt, sie soll in der Stärkeverarbeitung eingesetzt werden, weil sie höherwertige Stärke liefert.

Topics
Schlagworte
Panorama (30361)
Gentechnik (2103)
Organisationen
BASF (114)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »