Ärzte Zeitung online, 06.05.2010

Deutscher Solarforscher erhält französischen Wissenschaftspreis

FREIBURG (dpa). Der Freiburger Solarforscher Dr. Frank Dimroth erhält den höchst dotierten Wissenschaftspreis Frankreichs. Der 38 Jahre alte Physiker werde für seine Forschungstätigkeit mit dem Preis der "Foundation Louis D" ausgezeichnet, teilte das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE) am Donnerstag in Freiburg mit.

Das Institut bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der Zeitung "Welt". Der Preis ist mit 750 000 Euro dotiert und wird am 9. Juni in Paris übergeben. Dimroth entwickelt an dem Freiburger Institut Solarzellen, die eine überdurchschnittlich hohe Stromausbeute haben.

Dimroth und sein 50 Wissenschaftler zählendes Team haben nach eigenen Angaben eine aus Verbindungshalbleitern bestehende Dreifachsolarzelle entwickelt, die deutlich mehr Sonnenlicht in Strom umwandeln kann als konventionelle Solarzellen. Mit ihrer Erfindung kann den Angaben zufolge ein Wirkungsgrad von 41,1 Prozent erzielt werden und damit doppelt so viel wie bei herkömmlichen Solarzellen aus Basis von Silizium.

Mehrfachsolarzellen werden bislang im Weltraum eingesetzt, um Satelliten mit Energie zu versorgen. Damit die Technik auch von der Solarwirtschaft genutzt werden kann, wollen Dimroth und seine Kollegen weiter an der Serienreife arbeiten.

Topics
Schlagworte
Panorama (30361)

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Resistente Keime bedrohen Fortschritte aus Jahrzehnten

Jeder vierte Todesfall durch Antibiotika-resistente Keime weltweit wird durch Tuberkulose (TB) bedingt. Um die Situation zu verbessern, reichen neue Arzneien aber nicht aus, betonen TB-Experten. mehr »

Regelmäßiges Frühstück ist offenbar gut fürs Herz

Wer regelmäßig frühstückt, beugt damit offenbar kardiovaskulären Erkrankungen vor, berichtet die American Heart Association (AHA). mehr »

Sperma-Check per Smartphone-App

Millionen von Paaren weltweit wollen ein Kind, doch es klappt nicht. Die Ursachen liegen in etwa der Hälfte der Fälle beim Mann. Ein einfacher Test könnte Männern künftig die Untersuchung ihres Spermas erleichtern. mehr »