Ärzte Zeitung online, 11.05.2010

CERA-Doping: IOC untersucht Turin-Proben

MONTREAL (dpa). Mehr als vier Jahre nach den Winterspielen 2006 in Turin lässt das Internationale Olympische Komitee (IOC) eingefrorene Doping-Proben auf ein modifiziertes EPO-Präparat untersuchen. Dies gab das IOC am Wochenende auf der Exekutivkomiteesitzung der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) in Montreal bekannt.

30 bis 40 Proben sollen auf das im Sport als Dopingmittel missbrauchte CERA, das eine Modifikation von Erythropoetin (EPO) ist, nachanalysiert werden.

Es gebe Beweise, dass das Präparat schon vor den Olympischen Winterspielen in Turin zur Leistungsmanipulation missbraucht wurde, hieß es. Über die verdächtigen Sportarten wurden vom IOC zunächst keine Angaben gemacht.

Schon nach den Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking hatte das IOC Nachtests auf CERA angeordnet. Fünf Athleten, darunter die Medaillengewinner Rashid Ramzi (Bahrain/Gold über 1500 Meter) und Davide Rebellin (Italien/Silber im Rad-Straßenrennen) wurden dabei positiv auf das Präparat getestet.

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