Ärzte Zeitung online, 19.05.2010

Krakau kämpft gegen Flutwelle

WARSCHAU (dpa). Die Lage in den Hochwassergebieten im Süden Polens bleibt angespannt. In der Nacht zum Mittwoch sei ein Damm der Weichsel gebrochen, berichtete die Nachrichtenagentur PAP. Rund 500 Menschen hätten ihre Häuser verlassen müssen, etwa 500 weitere müssten ebenfalls damit rechnen.

Aus einem Hotel wurden ausländische Touristen in Sicherheit gebracht. Häuser, Kleingärten und eine Straße wurden überflutet. Gesperrt bleibt eine Brücke in der Nähe der Königsburg Wawel. Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten waren im Einsatz.

Der Pegel der Weichsel zeigte in der Nacht 9,57 Meter an - der höchste Stand seit 40 Jahren. Seit dem Morgen gehe das Hochwasser aber langsam zurück, sagte Stadtpräsident Jacek Majchrowski. Polens Innenminister Jerzy Miller hatte am Dienstag das Krisengebiet besuchte. "Das ist eine Katastrophe", stellte er fest. Die Flutwelle auf der Weichsel verlagerte sich nach Norden. Hochwasseralarm gilt in Dutzenden Gemeinden Südpolens.

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