Ärzte Zeitung, 21.05.2010

US-Achtlingsmutter wirbt für Tier-Sterilisierung

Alleinerziehend, arbeitslos und Mutter von 14 Kindern: Nadya Suleman macht wieder Schlagzeilen.

LOS ANGELES (dpa). Die kalifornische Achtlingsmutter Nadya Suleman macht in ihrer Geldnot nun Werbung für die Sterilisation von Hunden und Katzen. Gegen Bezahlung stellte sie am Mittwoch im Vorgarten ihres Hauses in La Habra im US-Bundesstaat Kalifornien ein Schild der Tierschutzorganisation PETA auf, berichtete der Internetdienst "Tmz.com". Das Plakat trägt die Aufschrift: "Lass deinen Hund oder deine Katze keine Achtlingsmutter werden. Immer kastrieren oder sterilisieren." Die allein stehende Mutter von insgesamt 14 Kindern erhält im Gegenzug 5000 Dollar und wird einen Monat lang mit vegetarischem Essen versorgt.

Im März war bekannt geworden, dass Suleman in finanziellen Schwierigkeiten steckt und möglicherweise aus ihrem Haus ausziehen muss, weil sie mit der Abzahlung in Verzug geraten ist. Alle ihre Kinder wurden nach künstlicher Befruchtung geboren, sie haben denselben Vater. Ein Bekannter habe ihr zuliebe die Samen für die künstliche Befruchtung überlassen. Viele werfen der arbeitslosen Sozialhilfeempfängerin vor, ihre künstliche Befruchtung sei unverantwortlich und riskant gewesen. Zudem gab es Kritik, dass sie die im Januar 2009 geborenen Achtlinge ausnutze und in Fernsehshows vorführe.

Für Sulemans Arzt könnte die Geschichte böse Folgen haben: Dem Mediziner, der in Beverly Hills eine Fruchtbarkeitsklinik betreibt, droht ein Berufsverbot. Ihm wird vorgeworfen, den geistigen Zustand seiner Patientin nicht überprüft zu haben.

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