Ärzte Zeitung online, 21.05.2010

Foodwatch stellt Strafanzeige wegen Bakterien-Käse

BERLIN (dpa). Die Verbraucherorganisation Foodwatch stellt wegen des Bakterien-verseuchten Käses aus Österreich Strafanzeige. Die Anzeige richtet sich nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa gegen den Lebensmittel-Discounter Lidl, die österreichische Firma Prolactal und das baden-württembergische Verbraucherministerium.

Nach Ansicht von Foodwatch handelt es sich um den Verdacht der fahrlässigen Tötung und der Körperverletzung mit Todesfolge.

Nach Angaben der Bundesregierung können drei Todesfälle in Deutschland mit dem Käse in Verbindung gebracht werden. Die Verbraucherschützer sehen einen Zusammenhang zwischen dem Tod eines Mannes in Hessen und dem Käse, den er trotz der ersten Warnung von Lidl gegessen haben soll.

Foodwatch kritisiert, Lidl habe zu spät eindringlich vor akuter Gesundheitsgefahr gewarnt, und die Stuttgarter Behörde habe nicht von sich aus informiert. Lidl hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Lesen Sie dazu auch:
Listerien-Käse: Staatsanwalt geht gegen Lidl vor
Ein weiterer Österreicher ist an Bakterien-verseuchtem Käse gestorben

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