Ärzte Zeitung online, 26.05.2010

USADA geht Vorwürfen von Floyd Landis nach

BOSTON (dpa). Die amerikanische Anti-Doping-Agentur USADA geht den von Floyd Landis in der vergangenen Woche geäußerten Dopingvorwürfen gegen zahlreiche Radsportprofis nach.

Der Tour-de-France-Gewinner von 2006, dem der Titel wegen Testosteron-Dopings aberkannt wurde, hatte in E-Mails an den Radsport-Weltverband UCI und den nationalen Verband US Cycling zugegeben, jahrelang verbotene Substanzen genommen zu haben und zugleich ehemalige Mannschafts-Mitglieder seines früheren US Postal-Teams - unter ihnen auch den siebenmaligen Tour-Gewinner Lance Armstrong - des Dopings bezichtigt.

Wie die Tageszeitung "The New York Times" berichtet, hätten zwei der von Landis beschuldigten Profis angegeben, von USADA-Offiziellen kontaktiert worden zu sein. Dem Bericht zufolge soll beiden Sportlern eine Kronzeugenregelung angeboten worden sein, für den Fall, dass sie mit dem Verband zusammenarbeiten. Die Namen der beiden Akteure seinen nicht bekanntgegeben worden, da beide derzeit noch überlegen, die Option anzunehmen, hieß es weiter.

Landis hatte neben Armstrong unter anderem auch seinen Landsleuten Levi Leipheimer, George Hincapie und David Zabriskie vorgeworfen, während ihrer Zeit bei US Postal gedopt zu haben. Wie Armstrong, wiesen alle drei die Vorwürfe zurück.

Aus seinen E-Mails an den US-Radsportverband geht hervor, dass sich Landis mindestens zweimal mit USADA-Vertretern getroffen hat. Dabei habe er versucht, eine Amnestie für die von ihm mit einbezogenen Fahrer auszuhandeln, so Landis. Der 34-Jährige betonte jedoch, dass er dafür kaum eine Chance sehe, da Antidoping-Offizielle "gerne Athleten öffentlich zerstören".

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