Ärzte Zeitung online, 26.05.2010

U2-Touretappe nach Bonos Rücken-Operation abgesagt

LONDON (dpa). Nach der Rückenoperation von U2-Sänger Bono in München hat die irische Band ihre Tournee in Nordamerika abgesagt. Der 50-jährige Sänger müsse auf Anraten der Ärzte mindestens zwei Monate pausieren, teilte die Rockgruppe am Dienstag auf ihrer Internetseite mit.

Die geplanten Deutschlandtermine in Frankfurt (10.8.), Hannover (12.8.) und München (15.9.) sind vorerst nicht betroffen. Sie sind Teil der Europatour, die am 6. August in der italienischen Stadt Turin starten soll.

Ausfallen muss auch der Auftritt als HEADLINEr beim englischen Glastonbury-Festival im Juni. "Ich bin untröstlich", sagte Bono. "Wir wollten wirklich dort sein, um etwas besonderes zu machen - wir haben sogar ein spezielles Lied für das Festival geschrieben."

Bono, der mit bürgerlichem Namen Paul Hewson heißt, war am vergangenen Freitag in München am Rücken operiert worden. Dabei wird er betreut vom Münchner Neurochirurgen Jörg Tonn und dem Sportmediziner Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt, der auch Mannschaftsarzt der deutschen Fußball-Nationalelf ist.

Bandmanager Paul McGuinness kündigte vor dem Universitätsklinikum München-Großhadern an, die 16 US-Termine mit mehr als einer Million verkaufter Tickets würden nachgeholt. "Unsere größte und, so denke ich, beste Tour ist unterbrochen worden, und wir sind alle am Boden zerstört. Für einen Künstler, der es liebt, auf der Bühne zu sein, ist dies mehr als ein herber Schlag." McGuinness sagte weiter: Bono "fühlt sich so, als ob er die Band und ihre Zuschauer im Stich gelassen hat, was natürlich Unsinn ist". Der Veranstalter plant bereits, die Nordamerika-Tour im Juni und Juli 2011 nachzuholen.

Bono hat sich nach Bandangaben bei den Vorbereitungen auf den Start der dritten Etappe der "360-Grad-Tournee" am Rücken verletzt. Ob er über Pfingsten in der Münchner Klinik lag, blieb auch am Dienstag ebenso unklar wie die Schwere der Verletzung.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Was neue Onkologika den Patienten tatsächlich bringen

Ist das Glas halb voll oder halb leer? Neue Onkologika haben die Überlebenszeit von Krebspatienten in den vergangenen zwölf Jahren im Schnitt um 3,4 Monate verlängert. Dieser Vorteil geht oft zulasten der Sicherheit. mehr »

Kassen und KBVdrücken aufs Tempo

Bisher trat die Selbstverwaltung bei der Digitalisierung eher als Bremser auf. Bei den Formularen geben KBV und Kassen jetzt Gas: Im Juli kommt der digitale Laborauftrag. mehr »

"Weiterbildung auch mit Kind zügig möglich - im Verbund!"

Eine strukturierte Weiterbildung, die auch mit Elternzeit nur sechs Jahre dauert? Das ist möglich, sagt Dr. Sandra Tschürtz. Die angehende Allgemeinmedizinerin steht vor ihrer Facharztprüfung – und blickt für die "Ärzte Zeitung" auf ihre Zeit in einem Weiterbildungsverbund zurück. mehr »