Ärzte Zeitung online, 11.06.2010

Entschädigung für Helfer von Ground Zero

NEW YORK (dpa). Fast neun Jahre nach dem Terroranschlag vom 11. September 2001 werden Rettungskräfte und Helfer für gesundheitliche Schäden durch ihren Einsatz vergütet. Die Stadt New York und die rund 10 000 Kläger einigten sich auf eine Entschädigung von 712,5 Millionen Dollar (589 Millionen Euro), wie die "New York Times" am Donnerstagabend online berichtete.

Allerdings geht ein Viertel des Betrages an ihre Anwälte. Sie erklärten sich auf Druck des Richters einverstanden, sich mit einem Honorar von 25 Prozent statt der ursprünglich vereinbarten 33,33 Prozent zu begnügen. Der Richter hatte auch das erste Angebot der Stadt über eine Entschädigung zwischen 575 bis 657,5 Millionen Dollar zurückgewiesen.

Die Kläger werfen der Stadt vor, sie nicht angemessen mit Atemmasken und anderem Hilfsmitteln zum Schutz vor dem toxischen Staub ausgerüstet zu haben. Die meisten von ihnen leiden an teils schweren Erkrankungen der Atemwege, die sie sich bei der Arbeit in den Trümmern der eingestürzten Zwillingstürme des World Trade Center zuzogen. Die Entschädigung wird nicht aus der ohnehin fast leeren Stadtkasse abgezwackt, sondern wird von den Versicherern gezahlt.

Bericht in New York Times

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