Ärzte Zeitung online, 11.06.2010

19 Entzugspatienten in Mexiko erschossen

MEXIKO-STADT (dpa). Etwa 35 Bewaffnete haben eine Entzugsklinik in der mexikanischen Stadt Chihuahua überfallen und 19 Patienten erschossen. Weitere sechs Patienten seien verletzt worden, teilten die Behörden am Freitag mit.

Die Unbekannten seien am Vortag in die Klinik "Fe y Vida" (Glaube und Leben) eingedrungen und hätten ihre Opfer gezwungen, sich auf den Fußboden zu legen. Dann haben sie die Menschen mit automatischen Waffen erschossen, wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur dpa sagte. Die Stadt Chihuahua liegt 1400 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt.

Nach ersten Erkenntnissen der Behörden handelte es sich um eine Auseinandersetzung zwischen verschiedenen Drogenkartellen. Die Täter hätten mehrere schriftliche Botschaften hinterlassen, in denen die Opfer als Mitglieder der Drogenbande "Mexicles" bezeichnet wurden. Diese Gruppe gehört zum Kartell von Sinaloa. In Mexiko kommt es bei Kämpfen zwischen Drogenbanden immer wieder zu Massenmorden.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text
Weitere Beiträge aus diesem Themenbereich

Werden europäische Männer immer unfruchtbarer?

Männern haben immer weniger Spermien. Direkte Rückschlüsse auf Fruchtbarkeit erlaubt das nicht – es könnte aber nur die Spitze eines Eisbergs gesundheitlicher Probleme sein. mehr »

Psychotherapie soll künftig Unifach werden

Ein einheitliches Berufsbild, Studium an der Uni. Die Psychotherapeutenausbildung steht vor umwälzenden Veränderungen. Kritiker vermissen beim Entwurf aber Konkretes zum Thema Weiterbildung. mehr »

Ist die menschliche Entwicklung am Ende?

Über Hunderttausende von Jahren ist der Mensch zu dem geworden, was er heute ist. Und nun? Ein Grimme-Preisträger fragt sich, ob Unsterblichkeit erstrebenswert ist und wohin uns die Evolution führen wird - oder kann der Mensch sie austricksen? mehr »