Ärzte Zeitung online, 16.06.2010

Geiselnehmer wollte Ärztepfusch anprangern

LEIPZIG (dpa). Der Geiselnehmer von Leipzig hat mit seiner Tat einen vermeintlichen Ärztepfusch anprangern wollen. "Er wollte eine möglichst große mediale Aufmerksamkeit für das ihm angeblich zugefügte Leid", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Leipzig, Ricardo Schulz, am Mittwoch.

Der 41-Jährige habe ausgesagt, er sei fehlerhaft behandelt worden. "Deswegen liegt er wohl seit geraumer Zeit mit dem behandelnden Arzt im Streit."

Der Mann hatte am Dienstag Kunden und Mitarbeiter in einer H&M-Filiale stundenlang mit einer geladenen Pistole bedroht und festgehalten. Die Neun-Millimeter-Waffe war geladen. Schulz: "Er hätte theoretisch neunmal schießen können."

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