Ärzte Zeitung online, 22.06.2010

Lange Gesichter bei Jagdfarmern in Südafrika wegen WM

JOHANNESBURG (dpa). WM-Jubel bei den Fußball-Fans - lange Gesichter bei der südafrikansichen Jagdindustrie. Sie verzeichnet durch die Fußball-Weltmeisterschaft am Kap einen starken Rückgang ihrer Buchungen. Als Grund werden vor allem knappe und teure Flüge sowie Unterkünfte gesehen, erklärte der nationale Jägerverband.

Ihr Sprecher Jokl Le Roux betonte: "Viele Anbieter haben bis zu 90 Prozent Stornierungen oder Verlagerungen ins Folgejahr verzeichnet.

Südafrikas Jagdindustrie boomt seit Jahren; Jagd-Touristen spülen der lukrativen Branche jährlich Millionenbeträge in die Kassen. Sie war zuletzt durch die sogenannte "Trophäenjagd" in Verruf geraten. Dabei hatten Jagdfarmer gegen hohe Beträge ausländischen Besuchern zahme Löwen zum Abschuss vor die Flinte geführt.

Die Regierung hat diese Praxis mittlerweile verboten. Tierschützer gehen nun davon aus, dass die landesweit auf bis zu 5000 Tiere geschätzte private Löwenaufzucht eingeschläfert werden muss, da die Farmer die Tiere nicht mehr rentabel halten können.

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