Ärzte Zeitung online, 05.08.2010
Waldbrände in Russland wüten weiter
MOSKAU (dpa). Hunderttausende Rettungskräfte kämpfen in
Russland weiter gegen die gewaltige Feuersbrunst. Derzeit seien
landesweit etwa 850 Wald- und Torfbrände registriert, teilte das
Zivilschutzministerium am Donnerstag in Moskau nach Angaben der Agentur
Interfax mit.

Satellitenbild der Brände in Russland; die Lage von Moskau ist markiert.
© dpa
In Togliatti an der Wolga brachten die Behörden
zwischenzeitlich 1700 Menschen wegen dichten Qualms in Sicherheit. Ein
Park war in Brand geraten. Hingegen verzog sich in Moskau der
beißende Rauch von den Torfbränden rund um die
Millionenmetropole vorerst.
Wie schon in den vergangenen Wochen erreichte das Thermometer jedoch
auch am Donnerstag bereits vormittags die 30-Grad-Marke. Die Hitzewelle
soll auch in den kommenden Tagen mit Temperaturen um 40 Grad andauern.
Bundeskanzlerin Angela Merkel bot Kremlchef Dmitri Medwedew Hilfe an
Die Bundesregierung hat noch nicht darüber entschieden, wie die
deutsche Hilfe bei der Bekämpfung der Brandkatastrophe in Russland
aussehen wird. Derzeit warte man noch auf konkrete Anfragen der
russischen Seite, teilten Sprecher von Regierung und Ministerien am
Donnerstag in Berlin mit. Beim Technischen Hilfswerk (THW) hieß
es ebenfalls, noch gebe es keine konkreten Planungen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte Kremlchef Dmitri Medwedew
in einem Telefonat Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände
angeboten.
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