Ärzte Zeitung online, 13.08.2010

Gericht weist Ullrich-Klage gegen Dopingjäger ab

HAMBURG (dpa). Das Hamburger Landgericht hat die Unterlassungsklage des ehemaligen Radprofis Jan Ullrich gegen den Doping-Experten Werner Franke zurückgewiesen. Die Pressekammer beendete damit am Freitag die seit vier Jahren andauernde Dauerfehde.

Ullrich hatte Franke wegen angeblicher Falschaussage verklagt und in erster Instanz Recht bekommen. Franke legte dagegen Rechtsmittel ein. Er hatte behauptet, der Tour-de-France-Sieger von 1997 habe dem spanischen Arzt Eufemiano Fuentes mindestens 35 000 Euro für den Erwerb von Dopingmitteln gezahlt. Ullrich hatte dies eidesstattlich abgestritten.

Unmittelbar vor Bekanntwerden des Urteils hatte Ullrich erklärt, er habe ein Burn-Out-Syndrom. Das würde "eine längere Behandlung" erfordern, schrieb der im Februar 2007 zurückgetretene Radprofi auf seiner Homepage.

Durch seinen Tour-Triumph war Ullrich zum Sportstar aufstieg. 2006 wurde er wegen Dopingverdachts von seinem Team T-Mobile suspendiert. Es folgten zahlreiche juristische Auseinandersetzungen. Ullrich will sich bis zur Genesung völlig aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

Schreiben Sie einen Kommentar

Überschrift

Text

Körperlich aktive Kinder werden seltener depressiv

Bewegen sich Kinder viel, entwickeln sie in den kommenden Jahren seltener depressive Symptome. Viel körperliche Aktivität könnte daher präventiv wirken. mehr »

Generelle Landarztquote ist vom Tisch

Der Masterplan Medizinstudium 2020 ist in trockenen Tüchern. Länder können, müssen aber keine Zulassungsquote für Landärzte in spe festlegen. mehr »

Star Trek und die Ethik der Medizin

Ärztliche Fortbildung sind immer dröge Veranstaltungen? Eine Veranstaltung in Frankfurt ist der medizinethischen Wertewelt von Raumschiff Enterprise auf den Grund gegangen - und zeigt, was Ärzte aus der Serie lernen können. mehr »