Ärzte Zeitung online, 18.08.2010

Duisburg verbietet Veröffentlichung von Loveparade-Dokumenten

DUISBURG (dpa). Die Stadt Duisburg hat die Veröffentlichung von vertraulichen Loveparade-Dokumenten im Internet verbieten lassen. Die Stadt erwirkte dazu beim Landgericht Köln eine einstweilige Verfügung.

Ein Stadtsprecher bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Dem Internet-Blog xtranews.de wird in der Verfügung verboten, die Verwaltungsunterlagen weiterhin im Netz zur Verfügung zu stellen. Bei der Loveparade in Duisburg waren vor dreieinhalb Wochen 21 Menschen getötet worden.

Bei den 43 Schriftsätzen handelt es sich um die Anlagen zu einem Zwischenbericht der Stadt zu den Zuständigkeiten der Kommune bei der Technoparade. Dieser Bericht war Anfang August dem Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags, der Staatsanwaltschaft Duisburg sowie den Ratsmitgliedern zur Verfügung gestellt worden.

Die Anlagen enthielten ungeschwärzte, personenbezogene Daten, begründete ein Stadtsprecher das Verbot. Mehrere andere Portale haben unterdessen die Daten kopiert und sie erneut im Internet zur Verfügung gestellt. Die Stadt will nun prüfen, ob sie auch dagegen vorgeht.

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